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DT Swiss: Laufräder für alle Anlässe

Der Schweizer Hersteller DT Swiss hat sein Angebot an Rennrad-Laufrädern komplett überarbeitet. Erhältlich sind Aero-, Allround-, Langstrecken-, Cyclocross- und Bahn/Fixie-Modelle.

Die Umstellung des Produktportfolios vollzog sich in den vergangenen Monaten unter dem Titel "Roadrevolution", den vorläufigen Abschluss bildeten nun bei der Eurobike 2017 verschiedene Langstrecken- und Allround-Modelle sowie Laufräder für Cyclocross/Gravel und Bahn- und Fixie-Räder. Viele Modelle sind sowohl für Scheiben- als auch für Felgenbremsen erhältlich und tubeless-tauglich. Von Schlauchreifen verabschiedet sich DT Swiss indes weitgehend.

Allround-Modelle

Unter dem Begriff "Performance" bündelt DT Swiss klassische Straßen-Laufradsätze, die auch in der Erstausstattung von so manchem Rennradmodell zu finden sein werden. Das Zeug zum Bestseller hat dabei das PR 1600, das in drei verschiedenen Felgenhöhen zu haben ist: mit flachen 21 Millimetern als leichte High End-Version, mit 23 Millimetern und Straight-Pull-Einspeichung (Spline) und etwas höherer 32 Millimeter-Felge. Preise und Gewichte: 678 Euro/1489 Gramm (PR 1600 Dicut) bzw. 558 Euro/1595 und 1737 Gramm (PR 1600 Spline 23 und 32).

Ebenfalls neu im Programm sind die PR 1800 Spline 23 und 32, die mit etwas einfacheren Naben kommen und 388 bzw. 408 Euro kosten. Das obere Ende der "Performance"-Linie bilden bereits vorgestellte Vollcarbon-Laufräder mit aerodynamisch optimierten Felgenprofilen, die DT Swiss gemeinsam mit den Aero-Experten von Swiss Side entwickelte (65 bzw. 35 Millimeter hohe Felgen, 1649 bzw. 1486 Gramm, Preis je 1958 Euro). Quasi alle Performance-Laufräder sind für Scheiben- und Felgenbremsen erhältlich.

Foto: DT Swiss AG

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Endurance-Modelle

Die Langstrecken-Laufräder von DT Swiss sind ausschließlich für Scheibenbremsen ausgelegt und kommen mit teils deutlich breiteren Felgen. Die dadurch breiter bauenden Reifen und teilweise spezielle Speichen versprechen höheren Komfort. Neben dem bereits im letzten Jahr vorgestellten Aero-Endurance-Modell ERC 1100 Dicut (1513 Gramm, 2408 Euro) wird es fünf weitere Modelle geben. Das ERC 1400 Spline 47 übernimmt die aerodynamischen Carbon-Felgen des Topmodells, ist mit anderer Nabentechnologie und Einspeichung aber preislich etwas attraktiver (1538 Gramm, 1978 Euro).

Die günstigeren Alu-Modelle kommen - wie bei der Performance-Linie - mit 21, 23 und 32 Millimeter hohen Felgen und unterscheiden sich insbesondere durch die verwendete Nabentechnologie und Einspeichung. So wiegt etwa das ER 1600 Spline 32 1771 Gramm (578 Euro), während es das Einstiegsmodell E 1800 Spline 23 auf 1655 Gramm bringen soll (408 Euro).

Foto: DT Swiss AG

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Aero-Modelle

High-End-Wettkampfmaterial bietet DT Swiss in der Kategorie Aero: Der ARC 1100 Dicut ist mit Vollcarbonfelgen in 48, 62 oder 80 Millimetern Höhe erhältlich und wurde ebenfalls gemeinsam mit Swiss Side entwickelt. Das Versprechen lautet hier: beste Windschlüpfigkeit ohne Seitenwindanfälligkeit bei geringstmöglichem Gewicht.

Dafür sind Aerolite-Speichen montiert, die Pro Lock-Nippel aus Alu sind in der Felge versteckt. Bei den Naben handelt es sich um die 240S mit Zahnscheibenfreilauf (36 Zähne) und Keramiklagern. Der Hebel der Steckachsen kann abgezogen werden, was noch einmal ein Watt Luftwiderstand einsparen soll.

Alle drei Aero-Modelle sind für Drahtreifen konzipiert und tubeless-fähig, kosten 2388 Euro und sind sowohl für Scheibenbremsen als auch für Felgenbremsen erhältlich.

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Foto: DT Swiss AG

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Cyclocross-/Gravel-Modelle

Ganz neu im Programm sind zwei Laufradsätze, die speziell an Cyclocross- und Gravel-Bikes Verwendung finden sollen: das CR 1600 Spline und C 1800 Spline. Beide kommen mit 23 Millimeter hohen Alu-Felgen, deren Innenweite 22 Millimeter misst. Damit können Reifen bis 47 mm Breite gefahren werden, auf Wunsch auch tubeless. 24 2-fach gekreuzte Straight-Pull-Speichen am Vorder- und Hinterrad sollen für die notwendige Stabilität sorgen. Die ausschließlich für Disc Brakes ausgelegten Laufradsätze verfügen über 12mm-Steckachsen, per Adapter sind auch Rahmensets mit Schnellspannern oder 15mm-Steckachsen kompatibel. Als maximales Systemgewicht für Fahrer und Ausrüstung nennt DT Swiss 130 Kilogramm.

Das CR 1600 Spline dreht sich um die 350-Nabe mit Zahnscheiben-Freilauf (18 Zähne), wiegt 1728 Gramm und kostet 578 Euro. Das C 1800 Spline basiert auf einer etwas einfacheren Nabe mit drei Sperrklinken, wiegt 1745 Gramm und kostet 408 Euro.

Bahn-/Fixie-Modelle

Für Rennfahrer, die auf der Bahn oder bei den immer beliebteren Fixie-Kriterien starten, sowie für Freunde von Urban-Fixies bietet DT Swiss drei Laufräder. Diese sind für je nur einen Gang ausgelegt und verzichten auf Bremssysteme.

Als originäres Wettkampfmaterial geht dabei das TRC 1400 Dicut durch, das mit 65 Millimeter hohen Carbonfelgen kommt und als Drahtreifen- sowie als Schlauchreifen-Version verfügbar ist (als letztes Modell im DT Swiss-Angebot, Neuentwicklungen für Schlauchreifen sind nicht mehr vorgesehen). Es dreht sich um die bewährte 240-Nabe mit Keramiklagern. Das Gewicht liegt bei 1698 Gramm, die Schlauchreifen-Variante ist gute 150 Gramm leichter. Kostenpunkt: 2168 Euro (Clincher) bzw. 2028 Euro (Tubular).

Deutlich günstiger ist mit 478 Euro das T 1800 Classic. Der Drahtreifen-Satz ist mit silbernen Naben klassisch eingespeicht, die schwarzen Alu-Felgen sind 32 Millimeter hoch und innen 18 breit. Mit Aerolite-Speichen wiegt der tubeless-fähige Satz laut DT Swiss 1896 Gramm.

Das sehr breite Angebot an Laufrädern für unterschiedlichste Anlässe spiegelt nicht zuletzt wider, dass Rennradfahren in den vergangenen Jahren immer vielfältiger geworden ist.

Foto: DT Swiss AG

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