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Im Test: Shimano Dura-Ace Di2

Neue Energie

Revolutionär – die elektronische Dura-Ace von Shimano. RoadBIKE hat die neue Wunder-Schaltung exklusiv getestet.

Ihre Meinung: Wird die neue elektronische Dura-Ace den Schaltungsmarkt revolutionieren? Haben Sie selbst schon erste Erfahrungen mit der Di2 gemacht? Diskutieren Sie mit - im neuen RoadBIKE-Forum!

Sommer 2007 in der Garage von ­Michael Rich: RoadBIKE-Redakteur Felix Böhlken und der Ex-Profi begutachten Testräder aus der gehobenen Mittelklasse. Interessantes Material, aber der ­neugierige Kollege hat plötzlich nur noch Augen für ein ganz anderes Modell: Richs ­Renner, angetrieben mit dem Prototyp der elektronischen Dura-Ace.

19 lange Monate sind seit dem ersten Kontakt mit der Vorserien-Di2 (Digital integrated intelligence) vergangen, bis vor wenigen Tagen RoadBIKE als erstes deutsches Rennrad-Magazin die komplette Gruppe erhielt. Schon im Spätsommer war RoadBIKE in Japan, um die Schaltung auf dem Formel-1-Kurs von Suzuka einem Praxis-Check zu unterziehen – jetzt folgt der erste Test.

Die Spekula­tionen um die revolutionäre Technik reißen auch nach der offiziellen Präsentation auf der Eurobike nicht ab. Und immer wieder sind es die gleichen Fragen: Wie funktioniert das? Was kostet die Di2? Und, vor allem, wer braucht eine elektronische Gangschaltung?

Schalten unter Strom

Statt Schaltzügen gibt es Kabel, und ein Akku liefert den Strom für das Schaltwerk und den Umwerfer. In beiden Komponenten arbeiten kleine Stellmotoren, die die Bewegungen ausführen. So viel zum Neuen, denn bei der Schaltlogik ist im Prinzip alles beim Alten geblieben. Nur: Statt der jeweils zwei schwenkbaren Hebel der mechanischen, gibt es bei der elektronischen Dura-Ace jeweils zwei Tasten am Schaltbremsgriff.

Die vorderen Tasten übernehmen dabei die Funktion der Schwenks mit den Bremshebeln: Ein Klick, und die Kette wechselt auf ein größeres Ritzel beziehungsweise auf das große Blatt. Die dahinter angeordneten Tasten stehen für die kleinen Schalthebel der Mechanik. Doch macht diese Konstruktion die Dura-Ace und Schaltungen allgemein wirklich besser? Schließlich wird schon die mechanische Version wie auch die Top-Gruppen aller Hersteller in höchsten Tönen gelobt.

Zunächst die Theorie, angefangen bei den Hebeln: Durch das Schalten per Drucktasten statt über einen Schwenkmechanismus entfallen die langen Hebelwege. Besonders für Menschen mit kleinen Händen ein Segen. Außerdem sind praktisch keine Handkräfte mehr nötig – der Vorgang ähnelt einem Mausklick.

So kann ein zu ­zögerliches Drücken, das nicht für einen Gangwechsel reicht, praktisch nicht mehr vorkommen. Völlig ausgeschlossen ist hingegen, dass übers Ziel hinausgeschaltet wird. Da die Gänge sich einzeln schalten lassen und der Schwenkbereich für jeden Befehl definiert ist, landet die Kette immer genau dort, wo sie hin soll.

Neue 2009er-Renner im Test:


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