Rennrad-Apps fürs Rollentraining

Die besten Apps fürs Rollentraining PLUS: Aktuelle Rollentrainer im Test

Zwift
Foto: Zwift

Mit Top-Form ins Frühjahr starten? Klar, mit effektivem Wintertraining auf der Rolle! Doch welche App taugt dafür? RoadBIKE hat sich durchprobiert und nennt Stärken und Schwächen.

Unfassbar eintönig, öde, langweilig und einfach kein Ersatz für eine Ausfahrt in der Natur: Viele Radsportler können sich überhaupt nicht für das Rollentraining begeistern. Selbst diejeningen, die im Winter ab und zu auf der Rolle fahren, müssen dafür ihre Fähigkeiten zur Selbstmotiviation bis an die Grenze ausreizen.

Dabei gibt es viele, gute Argumente für das Rollentraining. Wer gezielt mit Trainingsplan trainieren möchte, hat auf der Rolle die besseren Möglichkeiten. Auf der Straße ändern sich Untergrund und Steigung, wegen des Verkehrs muss man mal bremsen, mal beschleunigen. Auf der Rolle hingegen lassen sich alle Faktoren genau kontrollieren. Außerdem kommen die meisten smarten Rollentrainer mit eingebauter Wattmessung, ein Vorteil für gezieltes Training.

Stellt sich nur noch die Frage mit welchen Apps das Training besonders effektiv (und vielleicht auch ein bisschen unterhaltsam) ist. RoadBIKE hat sich durch die Masse der Trainingsapps probiert und nennt Stärken und Schwächen.

Die beste Rollentrainer-Apps im Überblick

Zwift

Foto: Zwift/Screenshot: Christian Brunker

Zwift ist wohl eine der bekanntesten Apps fürs Rollentraining. Je nach Wochentag fährt man mal auf der fiktiven Insel Wattopia, in London, im New Yorker Central Park oder sogar auf dem WM-Kurs in Insbruck. Und dabei ist man nicht allein! Zu fast jeder Tages- und Nachtzeit tummeln sich Tausende andere Rennradfahrer auf der Plattform. Mit dem richtigen Smart-Trainer (siehe unten) kommt man sogar in den Genuss von Windschatten von seinen Mitstreitern.

Zusätzlich zum unstrukturierten Fahren kann man aber auch eine Fülle von Trainingsplänen absolvieren. Mit dem entsprechenden Rollentrainer wird dann der Widerstand an das ausgewählte Programm angepasst. Unabhängig davon, ob es auf Wattopia gerade bergauf oder bergab geht. Die Trainingspläne umfassen einzelne Einheiten (z.B. Sweet-Spot-Training oder Sprint-Intervalle) oder komplette mehrwöchige Aufbaupläne (z.B. 6-Wochen-FTP-Bosster, 12-Wochen-Winterplan). Kombiniert mit dem Vorteil, dass man statt eintöniger Trainingsdiagramme durch eine abwechslungsreiche virtuelle Landschaft fährt, ist Zwift für viele "Drinnen-Fahrer" die erste Wahl. Virtuelle Trophäen und optische Upgrades wie neue Trikots und Hochprofil-Laufräder geben noch einen zusätzlichen kleinen Anreiz, das Rollentraining nicht zu früh zu beenden.

Die virtuelle Rennrad-Welt hat ihren Preis. Das Zwift-Abo gibt es für 15 Euro im Monat. Dafür hat man Zugriff auf alle Trainingspläne von Zwift (Übersicht der Trainingspläne auf whatsonzwift.com).

Stärken und Schwächen

  • + kurzweiliges Training dank virtueller Umgebung
  • + großer Umfang an verschiedenen Workouts
  • + Möglichkeit, mit Freunden zu fahren
  • - teuer
  • RoadBIKE-Urteil: Sehr gut

Tacx Cycling App

Foto: Tacx

Die kostenlose Tacx Cycling App (iOS, Android) bietet zum Einen die Möglichkeit, nach Steigung, Leistung oder Herzfrequenz zu trainieren. Der entsprechende Parameter kann nach den eigenen Wünschen eingestellt werden (5% Steigung, 200 Watt, 165 Herzfrequenz, etc.) und legt so die Intensität des Trainings fest. Ebenfalls enthalten ist eine Auswahl an verschiedenen Workouts und Fitness-Tests (PWC170) oder ein FTP-Test mit 20-minütiger Belastungsphase. Zahlreiche weitere Workouts stehen zum kostenlosen Download bereit. Dritter großer Bereich sind die Filme berühmter Strecken und Anstiege. Diese sind aber in der Regel kostenpflichtig und kosten ab rund 11 Euro.

Was fehlt? Der eher unerfahrene Nutzer wird nicht so wirklich an die Hand genommen. Fertige Trainingspläne, die mehrere Workouts sinnvoll kombinieren, gibt es nicht. So muss man sich seinen Trainingsplan aus den angebotenen Workout selbst zusammenstellen. Das ist nicht sonderlich motivierend und vermutlich auch nicht sonderlich effektiv, gerade wenn man selbst kein Trainingswissenschaftler ist.

Stärken und Schwächen

  • + kostenlos
  • + großer Umfang an verschiedenen Workouts
  • + Abfahren berühmter Strecken als Film (kostenpflichtig)
  • - keine kompletten Trainingspläne
  • - keine Nutzerführung/Anleitung
  • RoadBIKE-Urteil: gut

Rennrad-Training auf der Rolle

Tacx Trainer Software 4

Foto: Tacx

Die zweite - deutlich umfangreichere - Software (PC, Mac) von Tacx ist die Tacx Trainer Software 4. Erster Nachteil: Die Software kostet ab 65 Euro, im meist notwendigen Upgrade Smart mit Lenker-Steuerbox und ANT+-Antenne sind es rund 130 Euro. Dafür bietet die Software aber auch mit das umfangreichste Angebot auf dem Markt. Das reicht von virtuellen Rennen und virtuellem Training, für das mehrere verschiedene Landschaftstypen (Tropeninsel, US-Stadt, italienische Landschaft,...) zur Verfügung stehen. Die Optik dieser Landschaft gefällt auf Anhieb und es macht Spaß, die gänzlich unterschiedlichen Regionen zu erkunden. Auch Rennen auf der Bahn sind möglich. Groß ist auch der Multiplayer-Bereich, da können Rennradfahrer online gegeneinander antreten. Daneben können auch Tacx Reallife-Videos nachgefahren werden. Das Angebot dieser Videos ist immens, allerdings kosten sie zusätzlich rund 30 Euro pro Film.

Ebenfalls groß ist der "reine" Trainingsbereich. Es gibt eine Vielzahl an vorgefertigten Workouts und Leistungstests genauso wie die Möglichkeit, sich selbst eigene Einheiten mit Intervallen etc. zu basteln. Wer schon einen fertigen Trainingsplan hat, kann sich so die jeweiligen Einheiten zusammenstellen. Fertige Trainingspläne gibt es allerdings nicht.

Stärken und Schwächen

  • + großer Funktionsumfang
  • + schöne und vielseitige virtuelle Welten
  • + Online-Rennen
  • + guter, bedienerfreundlicher Workout-Editor
  • - recht teuer
  • - keine Mobil-Version für Smartphone/Tablet
  • - keine Nutzerführung
  • RoadBIKE-Urteil: sehr gut

Elite My E-Training

Foto: Elite

Von Elite kommt die kostenpflichtige "My E-Training" App (iOS, Android). Zum Ausprobieren darf sie pro Tag 10 Minuten in vollem Umfang genutzt werden, der "Training nach Niveau"-Modus kann permanent kostenlos genutzt werden. Will man jedoch den kompletten Funktionsumfang, sind 10 Euro pro Jahr fällig - was immer noch nicht viel ist. Bei einigen Elite-Rollentrainern (wie dem Drivo) ist zudem eine lebenslange Premium-Mitgliedschaft enthalten. Dafür gibt es die Möglichkeit, zum einen die offiziellen RealVideos von Elite abzuspielen und nachzufahren (die einzelnen Videos kosten jedoch extra). Aber auch andere Nutzer können per Actioncam Videos erstellen und einbinden, diese sind meist kostenlos nachfahrbar. Dafür ist aber auch die Qualität höchst unterschiedlich.

Zweiter großer Bereich ist das Training. My E-Training bietet die Möglichkeit, nach voreingestellten Widerständen zu fahren oder fertige Workouts zu nutzen. Ebenfalls interessant: Über GPS aufgezeichnete oder importierte Strecken können mithilfe von Google Maps nachgefahren werden. Ebenfalls enthalten sind Trainingstests, um die Leistungsfähigkeit zu bestimmen. Optional (und kostenpflichtig) ist eine Trittanalyse.

Was ist zu bemängeln? Die My E-Training-App bietet recht viel, lässt den Nutzer aber ungeführt zurück. Fertige Trainingspläne fehlen. Es fehlt somit an Langzeit-Motivation.

Stärken und Schwächen

  • + Import von GPS-Strecken
  • + Video-Wiedergabe
  • - keine Nutzerführung
  • - keine Trainingspläne
  • RoadBIKE-Urteil: gut

Road Grand Tours

Foto: Road Grand Tours/Screenshot: Christian Brunker

Erst seit Kurzem gibt es eine weitere Alternative fürs Rollentraining: Road Grand Tours (www.roadgrandtours.com). Die App befindet sich noch in der Beta-Phase, was den Vorteil hat, dass sie den Nutzern noch kostenlos zur Verfügung steht, einzig eine Registrierung ist erforderlich. Allerdings gibt es Road Grand Tours (oder kurz RGT) derzeit nur als Desktop-App für Laptops/PCs, für Smartphone oder Tablet gibt es zumindest derzeit noch keine Version. Wichtig zu wissen: RGT unterstützt aktuell nur ANT+, sodass ein spezieller ANT+-Dongle erforderlich ist, um PC/Laptop mit dem smarten Rollentrainer verbinden zu können. Eine Verbindung via Bluetooth ist derzeit noch nicht möglich.
In RGT stehen den Nutzern mehrere, der Wirklichkeit sehr detailgetreu nachgebildete Strecken zur Verfügung, die Highlights sind sicherlich das Stilfser Joch in den Alpen oder die Fahrt von Port de Pollensa zum Cap Formentor auf Mallorca. Der Unterschied zu den altbekannten Real-Life-Videos: Man ist auf den Strecken nicht alleine unterwegs, sondern kann sich virtuell mit anderen Rennradfahrern aus aller Welt messen – ähnlich wie beim deutlich bekannteren Zwift. Allerdings sind zumindest derzeit noch eher wenige andere Fahrer unterwegs, überlaufen ist RGT derzeit nicht.
Gut gefällt die Möglichkeit, das Rollentrainer-Feedback anzupassen, also wie die Steigungen auf den Rollentrainer übertragen werden. Bei 100% werden sie 1:1 simuliert, dann fühlen sich die 12%-Rampen des Stilfser Jochs auch genauso an, bei 50% sind es nur noch 6%. Auf die gefahrene Geschwindigkeit hat dies allerdings keinen Einfluss, diese wird nur nach der Wattzahl berechnet. „Bescheißen“ ist mit dieser Funktion also nicht möglich. Vielmehr lässt sich so auch die 14 km lange Auffahrt von Trafoi zum Stilfser Joch auch genießen, wenn es nicht ganz so steil bergan geht.

Stärken und Schwächen

  • + derzeit noch kostenlos
  • + sehr realitätsnah nachempfundene Strecken
  • + Rollentrainer-Anpassung
  • - noch wenige verschiedene Strecken
  • - noch wenig andere Fahrer

RoadBIKE-Urteil: Sehr gut

BKool Indoor

Die BKool-Indoor-App (30 Tage gratis, danach 10 Euro/Monat) kombiert Workouts und virtuelle Rennen. Die Strecken können dabei im Video oder auch in einer virtuellen 3D-Landschaft gefahren werden. Wer möchte, kann auch seine Hausrunde als Strecke erstellen lassen und sie virtuell nachfahren.

Nahezu permanent sind Live-Rennen verfügbar, denen man sich anschließen und so seine Kräfte mit anderen Rennradfahrern aus der ganzen Welt messen kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit, seine eigene Session auf der Lieblingsstrecke zu planen und statt realer Mitfahrer auf eine Reihe von Bots zu setzen, die mit ihren verschiedenen Eigenschaften eine Herausforderung darstellen. Zusätzlich gibt es Velodrom-Spiele, wo sich die Nutzer auf der Bahn austoben können.

Stärken und Schwächen

  • + Vielzahl an Online-Rennen
  • + Workouts
  • + eigene Strecken können importiert werden
  • - 3D-Landschaft bei anderen schöner
  • - keine Nutzerführung beim Training
  • RoadBIKE-Urteil: sehr gut

TrainerRoad

Foto: TrainerRoad

Die App TrainerRoad gibt es für Tablet oder Smartphone (iOS, Android), kostet 10 USD/Monat und ist englischsprachig. Nach der Installation legt man sein Profil mit seinen Daten (Geschlecht, Gewicht, Einheiten, etc.) an und gibt eine erste Einschätzung seines Fitness-Levels. Anschließend rät die App zu einem ersten FTP-Test, um die Trainingsbereiche festzulegen. Dazu wird ein CP20-Test gemacht. Anschließend kann man sich aus einer Vielzahl an Trainingsplänen etwas Passendes auswählen. Dabei hilft, dass die Pläne in 3 Kategorien (Base Phase, Build Phase und Speciality Phase) gegliedert werden. Dahinter verbergen sich dann die einzelnen Trainingspläne über 6 bis 8 Wochen, wobei bei jedem Plan die Anzahl der Einheiten, die Zeit pro Woche und der Trainingsstress (TSS) angegeben werden. Je nach Zielsetzung finden sich spezielle Pläne etwa für Triathleten oder Marathonfahrer. Alle Workouts können aber auch direkt einzeln ausgewählt und mit einem angeschlossenen Rollentrainer gefahren werden.

Gut gefällt, dass während der meisten Workouts erklärende Texte eingeblendet werden, die den Sinn und die Ziele der Einheiten erklären. Absolvierte Einheiten des Trainingsplans werden abgehakt, der Fortschritt wird in Prozent angezeigt. Zwar fehlen unterhaltende Elemente wie virtuelle Rennen, dafür bietet TrainerRoad das beste Angebot und die beste Nutzerführung für diejenigen, die wirklich effektiv trainieren möchten.

Stärken und Schwächen

  • + sehr gute Nutzerführung
  • + vielzahl von speziellen Trainingsplänen
  • + viele Workouts
  • + Erklärungen während der Einheiten
  • - keine virtuellen Rennen
  • - kostenpflichtig
  • RoadBIKE-Urteil: sehr gut

Aktuelle Rollentrainer im Test (inkl. tagesaktueller Preisvergleich)

Im Test: Wahoo Kickr Core

Foto: Wahoo

Realistisch wie nie soll sich das Rollentraining in der Wintersaison 2018/2019 anfühlen – das verspricht zumindest Wahoo: Interaktive Rollentrainer mit Direktantrieb, die automatisch den Widerstand an die Vorgaben von Trainingsplattformen wie Zwift oder TrainerRoad anpassen, sind aktuell das Maß der Dinge. Und sie werden günstiger, wie etwa der neue Wahoo Kickr Core, der für 800 Euro zu haben ist und damit deutlich unter der 1000-Euro-Schallmauer bleibt.

Im Test überzeugte der Kickr Core vor allem durch sein sehr realistisches Fahrgefühl, das dem deutlich teureren Top-Modell Wahoo Kickr in nichts spürbar nachsteht, auch wenn das Schwungrad knappe zwei Kilo leichter geriet. Auch den etwas geringeren maximalen Widerstand von 1800 Watt im Vergleich zu den 2200 Watt des Top-Modells werden nur wenige Hobbyfahrer wirklich vermissen. Die Messgenauigkeit gibt Wahoo bei beiden Geräten mit +/–2 % gleich an, und auch bei Testfahrten mit kalibrierten Garmin- Vector-3-Pedalen zeigten sich beim Kickr Core keine signifikanten Abweichungen. Der wichtigste Unterschied: der „große“ Kickr lässt sich bei Nichtgebrauch leichter zusammenklappen, transportieren und verstauen als der günstigere Core.

Zu den größten Stärken von Wahoo- Geräten zählt die Konnektivität: Sowohl via ANT+ FE-C wie auch Bluetooth Smart ließ sich der Kickr Core schnell, unkompliziert und zuverlässig mit den beiden für den Test verwendeten Apps Zwift und TrainerRoad koppeln. Ebenfalls beeindruckend ist die geringe Lautstärke. Selbst bei intensiven Einheiten arbeitet der Kickr Core erfreulich leise und vibrationsarm. Zudem kommt er mit zahlreichen Adaptern und ist so mit allen gängigen Achsstandards kompatibel.

  • Preis: 799,99 Euro
  • max. Widerstand: 1800 Watt
  • Positiv: sehr realistisches Fahrgefühl, leise, auch bei intensiven Einheiten, einfaches Koppeln mit vielen Apps

Im Test: Elite Drivo II

Foto: Jacek Bilski

Rollentraining in der Mietwohnung? Was früher undenkbar war, macht die aktuelle Generation von Rollentrainern mit Direktantrieb wie der Drivo II von Elite problemlos möglich. Auch bei intensiven Intervallen arbeitete der Rollentrainer angenehm leise und vor allem vibrationsarm. Beschwerden von Nachbarn trotz abendlicher Trainings-Spätschicht? Fehlanzeige!

Hinzu kommt ein sehr sicherer Stand dank der ausklapp- und höhenverstellbaren Füße. Und die vielen mitgelieferten Adapter machen den Drivo mit nahezu allen Achsstandards kompatibel. Weiteres Plus: Eine passende 11–28-Ultegra-Kassette gehört zum Lieferumfang, alles andere wäre angesichts des stolzen Preises von fast 1400 Euro auch ungewöhnlich.

Das Fahrgefühl jedenfalls überzeugte von den ersten Pedalumdrehungen an – auch dank des sechs Kilo schweren Schwungrads. Die starke Motorbremse erzeugt einen maximalen Widerstand von 2300 Watt und reagiert extrem schnell, manchmal kommt der Widerstand sogar fast etwas unvermittelt, ein sanfterer Übergang wäre wohl realistischer.

Elite verspricht eine Messtoleranz von nur +/–0,5 %, damit zählt der Drivo II zu den genauesten Rollentrainern auf dem Markt. Dank Funkanbindung via ANT+ FE-C und Bluetooth Smart ist die smarte Rolle mit allen Trainings-Apps kompatibel. Ein Highlight, das andere (günstigere) Rollentrainer nicht bieten, ist die integrierte Pedalkraft-Analyse, mit deren Hilfe am effektiv-runden Tritt gearbeitet werden kann.

  • Preis: 1390 Euro
  • max. Widerstand: 2300 Watt
  • Positiv: sehr realistisches Fahrgefühl, integrierte Pedalkraft-Analyse
  • Negativ: hoher Preis

Im Test: Tacx Neo 2 Smart

Der Tacx Neo 2 Smart ist, wie der Name schon ahnen lässt, die 2. Generation des Topmodells Neo von Tacx. Ein besonderer Clou: Der Neo 2 Smart benötigt keine externe Stromversorgung, die für den Betrieb notwendige Energie wird vom Fahrer selbst erzeugt. So kann der Neo 2 Smart überall eingesetzt werden und ist nicht auf die Nähe zu einer Steckdose angewiesen. Hier gibt es alle Infos zum neuen Tacx Neo 2 Smart.

ROADBIKE hat den Praxistest gemacht. Zunächst ist erfreulich, wie schnell der die Rolle einsatzbereit ist. Eine aufwendige Montage ist nicht notwendig. Es müssen nur die Füße ausgeklappt und ein passendes Ritzelpaket montiert werden - das leider nicht zum Lieferumfang zählt. An unserem Testgerät war der Adapter für klassische Schnellspanner vormontiert, aber auch der Wechsel auf Steckachsen ist kein Hexenwerk. Dem Neo 2 Smart liegen mehrere Adapter bei, mit denen sich die allermeisten Rennräder mit Steckachsen auf dem Neo montieren lassen sollten.

Vom Start weg beeindruckt die extrem leise Widerstandseinheit, das Kettengeräusch übertönt alles andere – top! Das virtuelle Schwungrad sorgt zusammen mit der neuen Steuereinheit für ein realistisches Fahrgefühl mit sanften Übergängen zwischen den Widerständen, etwa bei Intervallen. Ebenfalls angenehm: Der Rahmen kann sich ein paar Grad nach rechts und links neigen, was das Fahrgefühl noch realistischer macht.

Das Verbinden mit Trainingsapps wie TrainerRoad oder Zwift funktionierte problemlos, der Neo wurde schnell erkannt und verbunden. Die ermittelten Wattwerte – Tacx verspricht eine Abweichung von weniger als einem Prozent – erschienen im Test schlüssig und konsistent.

Zugegeben: Zu Beginn war es ungewohnt, den Tacx ohne externen Strom zu fahren. Aber schon nach ein paar Metern war es völlig vergessen, denn auch ohne Strom fühlt sich der Neo 2 Smart erstaunlich gut an, die Testrunde auf Zwift fuhr sich nicht wirklich anders an als mit externem Strom. Einzig bei steilen Abfahrten sind ein paar kleinere, zu vernachlässigende Abstriche zu machen.


Im Test: Tacx Flux Smart

Foto: Benjamin Hahn

Ein Rollentrainer mit modernem Direktantrieb, aber nicht so teuer wie die Top-Geräte mit ihren Preisen jenseits der 1000 Euro? Der Flux Smart von Tacx ist der kleine Bruder des Top-Modells Neo Smart, bietet aber auch eine absolut überzeugende Performance zum deutlich kleineren Preis – rund 800 Euro.

Die Unterschiede liegen vor allem in den Details: Angefangen von den nicht einklappbaren Standfüßen über das mit 7 kg etwas leichtere Schwungrad bis hin zum etwas geringeren maximalen Widerstand. Wobei der mit 1500 Watt für die allermeisten Hobbyfahrer mehr als ausreichen sollte.

Das Fahrgefühl auf dem Tacx Flux Smart ist sehr realistisch und wegen des etwas kleineren Schwungrads nur um Nuancen weniger rund als beim Top-Modell Neo. Dank der Übertragungsstandards ANT+FE-C und Bluetooth lässt sich der Flux Smart problemlos mit allen gängigen Apps (Zwift, Trainerroad etc.) verbinden und auch von diesen steuern. Eine kleine Einschränkung: Lange Schaltwerke mit langem Käfig passen leider nicht auf den Flux Smart.

  • Preis: 799 Euro
  • Gewicht: 16 kg
  • Positiv: sehr gutes, realistisches Fahrgefühl, Übertragung via ANT+FE-C und Bluetooth LE, ausreichender Widerstand
  • Negativ: nicht komplett zusammenklappbar