Tacx Neo 2 Smart: Neuer High-End-Rollentrainer

Der neue Tacx Neo 2 Smart.
Foto: Tacx

Noch leiser, noch realistischer im Fahrgefühl und mit integrierter Pedaltritt-Analyse: Mit dem neuen Rollentrainer Neo 2 Smart zeigt Tacx den Nachfolger des bisherigen Topmodells Neo Smart - ROADBIKE hat ihn ausprobiert.

Nicht nur dank neuer Trainings-Plattformen wie Zwift ist Rollentraining so angesagt wie noch nie. Einsam in der Garage stupide Intervalle fahren - das war einmal. Auch die Hersteller reagieren und bringen zahlreiche neue interaktive Rollentrainer auf den Markt, jetzt hat Tacx sein neues Top-Modell Neo 2 Smart vorgestellt. Der Nachfolger des Neo Smart ist ab sofort erhältlich und soll in zahlreichen Details verbessert worden sein. So kommt der Neo 2 Smart laut Tacx mit einer integrierten Möglichkeit, die eigene Trittfrequenz und -effizienz zu analysieren. Beispielsweise gibt der Neo 2 Smart auch die Leistung gesondert für das rechte oder linke Bein aus.

Außerdem sind entsprechende Adapter für 142x12 mm und 148x12 mm Steckachsen bereits enthalten. Und nicht zuletzt rühmt sich Tacx, den Neo 2 Smart noch leiser gemacht zu haben.

Kurz&knapp: Die Daten zum neuen Tacx Neo 2 Smart

  • Name: Tacx Neo 2 Smart
  • Preis: 1299 Euro
  • Max. Widerstand: 2200 Watt (bei 40 km/h)
  • Genauigkeit: >1%
  • Max. Steigung: 25%
  • Ausgabe: Geschwindigkeit, Trittfrequenz, Leistung
  • Rahmenkompatibilität: Race 130 mm, MTB 135 mm, 142 mm und 148 mm. Adapter für 135x10 mm erhältlich.
  • Gewicht: 21,5 kg
  • Konnektivität: ANT+ FE-C, Bluetooth Smart open
  • Schwungrad: Virtuell

(Herstellerangaben)

Zahlreiche Verbesserungen

Tacx hat den Neo 2 Smart mit einem neuen, schnelleren Chipset ausgestattet, der ein sanfteres, noch realistischeres Fahrgefühl sorgen soll und ihn überdies noch leiser machen soll. Die integrierte Pedalkraftanalyse soll dabei helfen, die eigene Kraftverteilung besser zu erkennen und die eigene Performance auf dem Rad zu verbessern. Wie der Vorgänger bietet auch der Neo 2 Smart das "Road Feel": So werden beispielsweise raue Untergründe aus der Trainingssoftware auf den Neo 2 Smart übertragen und äußern sich in Vibrationen - für noch mehr Realismus.

Die Widerstandseinheit des Tacx Neo 2 Smart ist die gleiche wie im Neo Smart und bietet einen maximalen Widerstand von 2200 Watt bei 40 km/h und kann Steigungen bis 25% simulieren. Die Abweichung der Wattmessung soll laut Tacx bei unter einem Prozent liegen, außerdem sei keine Kalibrierung mehr notwendig.

Kein Stromanschluss notwendig

Ein weiterer Clou: Der Neo 2 Smart benötigt keine externe Stromversorgung, die für den Betrieb notwendige Energie wird vom Fahrer selbst erzeugt. So kann der Neo 2 Smart überall eingesetzt werden und ist nicht auf die Nähe zu einer Steckdose angewiesen.

Wird er nicht gebraucht, lässt er sich schmal zusammenfalten und verstauen. Der Neo 2 Smart von Tacx ist ab sofort erhältlich und kostet 1299 Euro.

Video: 7 Tipps fürs Rollentraining

Praxistest: So fährt sich der Neo 2 Smart

Doch kann der Tacx Neo 2 Smart die ganzen Versprechen auch halten? ROADBIKE hat den Praxistest gemacht. Zunächst ist erfreulich, wie schnell der die Rolle einsatzbereit ist. Eine aufwendige Montage ist nicht notwendig. Es müssen nur die Füße ausgeklappt und ein passendes Ritzelpaket montiert werden - das leider nicht zum Lieferumfang zählt. An unserem Testgerät war der Adapter für klassische Schnellspanner vormontiert, aber auch der Wechsel auf Steckachsen ist kein Hexenwerk. Dem Neo 2 Smart liegen mehrere Adapter bei, mit denen sich die allermeisten Rennräder mit Steckachsen auf dem Neo montieren lassen sollten.

Vom Start weg beeindruckt die extrem leise Widerstandseinheit, das Kettengeräusch übertönt alles andere – top! Das virtuelle Schwungrad sorgt zusammen mit der neuen Steuereinheit für ein realistisches Fahrgefühl mit sanften Übergängen zwischen den Widerständen, etwa bei Intervallen. Ebenfalls angenehm: Der Rahmen kann sich ein paar Grad nach rechts und links neigen, was das Fahrgefühl noch realistischer macht.

Das Verbinden mit Trainingsapps wie TrainerRoad oder Zwift funktionierte problemlos, der Neo wurde schnell erkannt und verbunden. Die ermittelten Wattwerte – Tacx verspricht eine Abweichung von weniger als einem Prozent – erschienen im Test schlüssig und konsistent.

Zugegeben: Zu Beginn war es ungewohnt, den Tacx ohne externen Strom zu fahren. Aber schon nach ein paar Metern war es völlig vergessen, denn auch ohne Strom fühlt sich der Neo 2 Smart erstaunlich gut an, die Testrunde auf Zwift fuhr sich nicht wirklich anders an als mit externem Strom. Einzig bei steilen Abfahrten sind ein paar kleinere, zu vernachlässigende Abstriche zu machen.

Der Tacx Neo 2 Smart im tagesaktuellen Preisvergleich:


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