Focus Izalco Max: Aerodynamischer und nur noch mit Disc

Focus Izalco Max Disc 2019
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Ein überzeugendes Gesamtpaket aus guter Aerodynamik, geringem Gewicht, Komfort und Steifigkeit: Das soll das neue Izalco Max Disc von Focus sein. ROADBIKE durfte es bereits Probe fahren.

„Mehr als einfach nur das schnellste Rennrad“ soll das neue Izalco Max Disc nach dem Willen der Entwickler von Focus sein. Natürlich sei eine sehr gute Aerodynamik bei einem Rennrad wichtig, aber das sei eben nicht alles, was die Faszination des Rennradfahrens ausmache, sagt Brand Manager Patrick Laprell.

Deshalb habe man bei der Weiterentwicklung des Izalco Max zwar auf eine gute Aerodynamik und beispielsweise die weitgehende Integration der Kabelführung an Lenker und Vorbau geachtet oder sich von runden Rohrformen verabschiedet. So soll das neue Izalco Max gegenüber dem alten Modell bei einer Durchschnittsleistung von 200 Watt auf 50 Kilometer rund 1:30 Minuten einsparen. Andererseits habe man der Aerodynamik aber nicht alle anderen Entwicklungsaspekte wie Komfort, Gewicht und Steifigkeit untergeordnet.

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Das Top-Modell Focus Izalco Max Disc mit Shimano Dura-Ace Gruppe soll 8.999 Euro kosten.

Neues Izalco Max keine reine Aero-Maschine

„Wir wollten keine reine Aero-Maschine entwickeln, sondern haben versucht, das alles bestmöglich unter einen Hut zu bringen“, sagt Lead Engineer Fabian Scholz. Und nicht zuletzt habe man versucht, das neue Izalco so zu entwickeln, dass auch die Besitzer nicht an zu komplizierten oder nicht zugänglichen Zugführungen verzweifeln. Herausgekommen ist ein Rad, das ein perfekter Allrounder für alle möglichen Ansprüche sein soll.

Focus Izalco Max: erster Fahreindruck

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Der erste Fahreindruck bestätigt das auf ganzer Linie: So reagiert das neue Izalco Max sehr direkt auf kraftvolle Antritte und beschleunigt agil, in schnellen Kurven vermitteln Gabel und Lenkkopf ein sicheres Gefühl. Gleichzeitig sorgt die aerodynamisch optimierte Sattelstütze dennoch für gefühlt sehr guten Komfort und schluckt Unebenheiten der Straße spürbar. Dazu passt die Reifenfreiheit des Rahmens, die bis zu 28 Millimeter breite Pneus erlaubt. Lange Touren am Wochenende oder auch Pässefahrten auf zweitklassigen Straßen sollten so entspannt möglich sein.

Die Sitzposition des Fahrers auf dem Izalco entspricht weitestgehend der des Vorgängers. Ebenfalls übernommen und nochmals leicht verbessert wurde das patentierte R.A.T.(„Rapid Axle Technology“)-Steckachsensystem.

Das neue Izalco Max Disc ab 3000 Euro

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Die aerodynamisch optimierte Sattelstütze schluckt Unebenheiten der Straße spürbar.

Das neue Izalco Max wird es ab Anfang Januar 2019 in zwei Rahmenvarianten, als 9er- und der 8er-Serie ausschließlich für Disc-Gruppen geben. Von der Geometrie sind beide Rahmen identisch, die Unterschiede ergeben sich einzig aus dem Aufwand bei der Carbon-Fertigung. Der 9er-Rahmen soll 890 Gramm wiegen, das 8er-Modell bringt deren 1040 auf die Waage.

Das ist zwar etwas mehr als beim „alten“ Izalco Max, der mit seinen 853 Gramm damals einer der leichtesten Disc-Rahmen war, das sei aber, so Fabian Scholz, den aerodynamischen Rohrprofilen geschuldet. Die Rahmen-Sets sollen 1304 bzw. 1476 Gramm wiegen.

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Das Focus Izalco Max 8.7 mit Shimano 105 Schaltung gibt es für 2.999 Euro.

Insgesamt sechs Ausstattungsvarianten des Izalco Max Disc soll geben, die Top-Modelle entweder mit Dura-Ace Di2 oder Sram Red für 8.999 bzw. 7.999 Euro, dazu mit Ultegra (elektronisch oder mechanisch, 4.999 Euro bzw. 3.699 Euro) sowie eine Variante mit der neuen Shimano-105-Gruppe für 2.999 Euro.

Für 2016 mit Scheibenbremse: Focus Izalco Max

Schon im Sommer 2015 stellte Focus das erste Izalco Max mit Scheibenbremsen vor. Hier die Original-News.

Scheibenbremsen beim Rennrad: Was an Stammtischen noch verbissen diskutiert wird, ist für Focus keine Frage mehr. Der norddeutsche Radhersteller sieht in der Disc die Zukunft des Rennrads. Klare Sache also, dass auch das Top-Modell Izalco Max für die 2016er Saison mit einer Disc-Version erhältlich sein wird.

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Im Sommer 2015 wurde das erste Focus Izalco Max Disc vorgestellt.

Focus Izalco Max Disc 2016: Keine Kompromisse beim Rahmengewicht

Dafür hat Focus den Izalco-Max-Rahmen entsprechend angepasst und setzt beim Rahmengewicht eine deutliche Duftmarke: Mit nur 790 Gramm in Größe 54 soll er der aktuell leichteste Disc-Rahmen auf dem Markt sein - ohne bei Steifigkeit oder Federungskomfort Kompromisse einzugehen. Für letzteres sorgt auch die neue CPX Plus Carbon Sattelstütze. Mit ihrem Maß von 27,2 mm soll sie zusammen mit dem Rahmen und den bis zu 28 mm dicken Reifen die Erschütterungen der Straße absorbieren.

Ebenfalls sehr schlüssig sind die R.A.T.-Steckachsen, die Focus entwickelt hat. Einmal eingestellt müssen sie nur um 90 Grad gedreht werden und halten die Laufräder sicher.

Um bei allen Rahmengrößen vergleichbare Fahreigenschaften und Steifigkeiten zu erreichen, setzt Focus auf sein "SSPS" (Stable Stiffness Per Size). Die verschiedenen Rahmengrößen werden dabei entsprechend angepasst, sodass etwa bei größeren Rahmen Unterrohr oder Tretlager steifer sind um den Anforderungen größerer und kräftigerer Fahrer entgegenzukommen und eine effektive Kraftübertragung zu gewährleisten. In kleinen Rahmengrößen hingegen wird zugunsten des Gewichts auf verstärkende Carbonlagen verzichtet. "So haben alle Fahrer die gleichen Fahreigenschaften", sagt Focus-Brandmanager Andreas Krajewski.

Focus Izalco Max Disc 2016: Zwei Ausstattungsvarianten

Angeboten wird das Izalco Max Disc in zwei Ausstattungsvarianten: Einmal mit einer Shimano Dura Ace für 3599 Euro, wobei nicht ausschließlich Dura Ace Komponenten verbaut werden. Als zweites wird es mit einer kompletten Sram Red und den neuen HRD-Bremskörpern mit Flat-Mount-Standart in den Läden stehen, Kostenpunkt 5999 Euro. Das Rahmenset wird zudem auch separat erhältlich sein.